Essen bedeutet für viele Menschen Freude und Genuss. Gemeinsam am Tisch zu sitzen, gutes Gespräch zu führen und ein Glas Wein zu genießen, ist ein wichtiger Teil des Lebens. Aber was, wenn unser Essen plötzlich lebensgefährlich wird? In vielen Regionen der Welt gibt es Nahrungsmittel, die tatsächlich tödlich sein können. Daher werfen wir heute einen Blick auf einige der gefährlichsten Lebensmittel weltweit und erkunden, warum Menschen sie dennoch essen.

Cassava, auch bekannt als Maniok, ist eine beliebte Wurzelknolle in tropischen Ländern. Sie wird oft als Grundnahrungsmittel verwendet und ist sehr nahrhaft. Doch roh enthält Cassava cyanogene Glykoside, die im Körper in Cyanid umgewandelt werden. Jährlich sterben etwa 200 Menschen an Cassava-Vergiftungen. Trotz des Risikos ist Cassava für rund 800 Millionen Menschen unerlässlich, da sie einfach in trockenen Gebieten wächst und sättigend wirkt. Durch das richtige Kochen oder Fermentieren sinkt der Gehalt an Giftstoffen auf ein sicheres Niveau, was zeigt, dass es manchmal nicht um Wahl, sondern um Überleben geht.
In Japan ist Fugu, die Kugelfisch, eine wahre Delikatesse. Der Reiz, ungewiss zu sein, ob der Fisch sicher ist, zieht viele Feinschmecker an. Doch Fugu enthält Tetrodotoxin, ein Gift, das bis zu 200 Mal stärker ist als Cyanid. Ein falscher Schnitt beim Zubereiten kann tödlich enden. Professionelle Köche benötigen jahrelanges Training, doch Fehler passieren. Jährlich gibt es Berichte über Vergiftungen und sogar Todesfälle. Kurioserweise scheint das Risiko einen Reiz auszuüben, und für manchen ist das Essen von Fugu ein adrenalingeladenes Abenteuer.
Sternfrucht sieht nicht nur wunderschön aus, sie schmeckt auch frisch und süß. Für Menschen mit Nierenproblemen kann sie jedoch gefährlich sein. Diese Früchte enthalten Neurotoxine, die sich im Körper ansammeln und zu Verwirrung, Krampfanfällen oder sogar zum Tod führen können. Für gesunde Menschen ist die Sternfrucht unbedenklich. Dies zeigt, dass selbst scheinbar harmlose Lebensmittel, abhängig von der individuellen Gesundheit, Risiken bergen können.
Kirschen und Äpfel sind beliebte Snacks, doch Vorsicht ist geboten bei den Kernen. Diese enthalten Amygdalin, das im Körper zu Cyanid umgewandelt werden kann. Ein versehentliches Verschlucken einiger Kernen ist in der Regel unproblematisch, aber das Kauen oder Mahlen kann gefährlich sein. Größere Mengen können zu Übelkeit und Atemproblemen führen. Die Früchte selbst sind sicher, doch die Kerne sollten in jedem Fall nicht konsumiert werden.
Grüne Kartoffeln erscheinen auf den ersten Blick harmlos, doch wenn sie grün werden oder Augen treiben, sollte man vorsichtig sein. Die grüne Farbe deutet auf Chlorophyll hin, was nicht schädlich ist, aber oft mit Solanin einhergeht, einem natürlichen Gift. Der Verzehr kann Übelkeit oder sogar Lähmungen verursachen. Der beste Rat ist, grüne Stellen großzügig zu entfernen oder die Kartoffel wegzuwerfen. Es ist klüger, weniger zu konsumieren als ein Risiko einzugehen.
Roh und ungeschält sind Cashewkerne ziemlich gefährlich. Ihre Schale enthält Urushiol, das auch in Giftsumach vorkommt. Das kann zu schmerzhaften Hautreaktionen und schweren Allergien führen. Was als „rohe“ Cashews verkauft wird, ist jedoch bereits erhitzt und behandelt, um das Gift zu entfernen. Wenn du also ein bisschen knackige Cashews genießt, mach dir keine Sorgen, solange du sie nicht selbst geerntet hast.
Ein wenig Muskatnuss macht viele Gerichte schmackhafter, doch man sollte die Menge im Auge behalten. In großen Mengen enthält Muskatnuss Myristicin, das das Nervensystem beeinflussen kann. Halluzinationen, verwirrte Gedanken und ein erhöhtes Herzklopfen sind nur einige der möglichen Nebenwirkungen. Zwei Teelöffel können für mehrere Tage Beschwerden verursachen. Daher ist es ratsam, lediglich eine Prise zu verwenden, auch wenn der Duft verlockend ist.
Giftige Pilze stellen eine weitere Falle für mutige Esser dar. Der Knollenblätterpilz gilt als einer der gefährlichsten der Welt und sieht vielen essbaren Arten täuschend ähnlich. Jährlich sterben Menschen an Pilzvergiftungen, oft durch das eigene Sammeln im Wald ohne ausreichendes Wissen. Daher gilt der einfache Rat: Verlasse dich nicht auf Essenskenntnisse – kaufe deine Pilze im Supermarkt. Das Sparen von ein paar Euro ist das Risiko nicht wert.
Rhabarber ist ein beliebter Bestandteil in Desserts, doch nicht alle Teile sind essbar. Die Stängel sind gesund, aber die Blätter sind voller Oxalsäure, was zu Nierenversagen führen kann. Ein bisschen Oxalsäure ist nicht sofort tödlich, aber die Blätter gehören auf den Kompost, nicht auf den Teller. Bei einer guten Zubereitung sind die Stängel jedoch köstlich und sicher.
Kidneybohnen sind eine beliebte Zutat in Chili, doch roh sind sie extrem giftig. Sie enthalten Phytohämagglutininen, die zu heftigen Bauchschmerzen und Erbrechen führen. Zum Glück gibt es eine einfache Lösung: Gut kochen hilft dabei, die Gifte zu beseitigen. Lass die Bohnen mindestens 10 Minuten lang stark kochen. In Slowcookern kann das Gift überleben, was die Probleme verschärfen kann.
Das Folgende zu bedenken ist: Essen kann gefährlich sein, aber das bedeutet nicht, dass du bei jedem Bissen Angst haben musst. Fast all diese „gefährlichen“ Lebensmittel sind sicher zu genießen, solange du sie richtig zubereitest oder informierst, was du vermeiden solltest. Es geht nicht um Angst, sondern um Wissen.
Also, egal ob du ein abenteuerlustiger Esser oder einfach nur neugierig bist, was auf deinem Teller liegt: Sei dir deiner Entscheidungen bewusst, bereite deine Speisen sorgfältig zu und genieße mit Verstand. So bleibt das Essen genau das, was es sein sollte: ein Genuss!
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