Albert, ein 56-jähriger Vater von drei Kindern, befand sich zuletzt in einer schwierigen Lage. Nachdem er seine Kinder über Jahre hinweg unterstützt hatte, entschied er sich, endlich um einen Beitrag zu den Haushaltskosten zu bitten. Doch diese Entscheidung stieß auf großes Unverständnis bei seinen Kindern, die empört reagierten. In diesem Artikel tauchen wir ein in Alberts Geschichte und beleuchten die Diskussion über die Frage, ob Eltern von ihren erwachsenen Kindern Kostgeld verlangen sollten.

Wie viele Väter wollte Albert stets das Beste für seine Kinder. Er gewährte ihnen eine finanzielle Unterstützung, sogar nachdem sie das 18. Lebensjahr erreicht hatten. „Ich wollte immer, dass es ihnen gut geht, und es fühlte sich einfach falsch an, sie um Geld zu bitten“, erzählt Albert. „Als sich meine finanzielle Lage jedoch veränderte, wurde mir klar, dass ich nicht alles alleine schultern konnte.“ Doch Alberts Erfahrung ist nicht einzigartig. Viele Eltern setzen ihre Unterstützung fort, selbst wenn ihre Kinder erwachsen und berufstätig sind. Doch wann ist der richtige Zeitpunkt, um Kosten zu verlangen?
Der Gedanke an Kostgeld kam Albert in den Sinn, als seine Ausgaben stiegen und sein Einkommen nicht mehr ausreichte. „Die Energiekosten gingen durch die Decke, die Lebenshaltungskosten stiegen, und ich begann mir Sorgen um meine Altersvorsorge zu machen. Ich realisierte, dass ich etwas ändern musste“, erklärt er. Er brachte das Thema behutsam zur Sprache und hoffte auf Verständnis. „Ich dachte, sie würden einsehen, dass ich das nicht aus Vergnügen tat, sondern aus Notwendigkeit. Doch ihre Reaktion war ganz anders.“
Als Albert seine Kinder um einen kleinen Beitrag zu den Haushaltskosten bat, waren sie wütend. „Sie fühlten sich verraten“, sagt Albert. „Sie argumentierten, dass ich als ihr Vater immer für sie sorgen sollte, das sei meine Verantwortung.“ Besonders sein ältester Sohn Erik (28) reagierte am heftigsten. „Er sagte mir, dass ich sie nie um Geld gebeten habe, als sie klein waren, und dass es jetzt auch nicht fair sei“, erinnert sich Albert. „Er meinte, ich hätte meine Prioritäten falsch gesetzt und sollte sie nicht unter Druck setzen.“
Die Frage nach Kostgeld wirft viele Diskrepanzen auf: Verantwortung, Erwachsenwerden und die Rolle der Eltern. Einerseits argumentieren einige, dass erwachsene Kinder, die noch zu Hause leben, einen Beitrag zu den Kosten leisten sollten. Das würde ihnen helfen, die Realität des Lebens zu begreifen und den Wert von Geld sowie Unabhängigkeit zu schätzen. Andererseits gibt es das Gefühl, dass Eltern ihren Kindern unaufhörlich helfen sollten, solange es ihre finanziellen Möglichkeiten erlauben. Albert ringt nach dem richtigen Weg in diesem Dilemma. „Ich will nicht, dass sie sich unerwünscht fühlen, aber ich muss auch an meine eigene Zukunft denken. Es ist ein schmaler Grat.“
Albert begann, seine Situation mit Freunden und Familie zu besprechen. „Die Reaktionen waren gemischt. Einige sagten, ich hätte recht und meine Kinder sollten Verantwortung übernehmen. Andere meinten, ich solle sie weiterhin unterstützen, egal wie hoch die Kosten seien.“ Ein Freund, Mark (63), riet ihm dazu, auf seinen Entscheidungen zu bestehen. „Mark betonte, dass es wichtig sei, dass meine Kinder lernen, dass Geld nicht einfach kommt. Sie müssen verstehen, dass das Leben Kosten verursacht und ich nicht immer für alles sorgen kann.“
Trotz der schmerzhaften Situation entschloss sich Albert, an seiner Entscheidung festzuhalten. „Ich habe meinen Kindern gesagt, dass ich sie liebe und dass dies nicht bedeutet, dass ich nicht helfen will. Aber ich habe auch klargemacht, dass es notwendig ist, Kostgeld zu verlangen.“ Er bot an, gemeinsam mit ihnen ihre Finanzen durchzugehen und zu besprechen, wie sie beitragen können, ohne sich überfordert zu fühlen. „Ich möchte, dass wir diese Herausforderung gemeinsam meistern. Ich bin bereit, Kompromisse einzugehen, aber es muss von beiden Seiten kommen.“
Die Geschichte von Albert verdeutlicht die komplexen Beziehungen zwischen Eltern und erwachsenen Kindern. Das Fragen nach Kostgeld kann eine schwierige Entscheidung sein, doch manchmal ist es notwendig, um finanziellen Druck abzubauen und den Kindern Verantwortung beizubringen. Letztendlich geht es um Kommunikation und gegenseitiges Verständnis. Albert hofft, dass seine Kinder irgendwann erkennen, dass seine Entscheidung nicht aus einem Mangel an Liebe resultierte, sondern aus der Realität des Lebens. „Es ist nie leicht, solche Gespräche zu führen, aber ich glaube, dass wir dadurch gestärkt hervorgehen werden.“
Alberts Erfahrung soll anderen Eltern helfen, die sich in ähnlichen Dilemmata wiederfinden. „Wir tun alle unser Bestes und manchmal bedeutet das, schwierige Entscheidungen zu treffen“, sagt er. „Doch solange wir offen und ehrlich miteinander sind, können wir jede Herausforderung bewältigen.“
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