Abwaschen ist für die meisten Menschen kein beliebter Zeitvertreib im Haushalt. Doch wenn es um die Kosten geht, wird die Diskussion sehr interessant. Was ist also günstiger: Jeden Tag die Geschirrspülmaschine benutzen oder klassisch mit der Hand abwaschen? Die Antwort ist komplizierter, als es scheint.

Es spielen zahlreiche Faktoren eine Rolle, einschließlich Wasserverbrauch, Energie, Geschirrspülmittel und sogar die Art, wie man abwäscht. Lassen Sie uns die Vor- und Nachteile beider Methoden genauer betrachten.
Einer der größten Unterschiede zwischen Handabwasch und Geschirrspüler ist der Wasserverbrauch. Moderne Geschirrspüler sind erstaunlich sparsam. Ein sparsamer Geschirrspüler benötigt pro Spülgang zwischen 6 und 10 Litern Wasser. Das klingt vielleicht nach viel, doch wenn man über Handwäsche nachdenkt, wird es schnell klar.
Wer den Wasserhahn während des Abwaschens laufen lässt, verbraucht leicht 15 bis 40 Liter Wasser pro Mal. Selbst beim Abwaschen in einem Waschbecken summiert sich der Wasserverbrauch schnell, insbesondere wenn man mehrmals täglich abwäscht. Daher ist der Geschirrspüler in den meisten Fällen der Gewinner, wenn es um Wasserverbrauch geht.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Energieverbrauch. Ein Geschirrspüler benötigt Strom, um das Wasser zu erwärmen, zu sprühen und zu trocknen. Moderne, energieeffiziente Geräte verbrauchen pro Spülgang im Schnitt etwa 0,8 bis 1,2 kWh, was ungefähr 25 bis 35 Cent pro Waschgang entspricht. Dies hängt jedoch stark von Ihrem Stromtarif ab.
Auf den ersten Blick scheint die Handwäsche energieeffizienter zu sein, doch das täuscht oft. Viele Menschen verwenden warmes Wasser aus einem Boiler oder einer Zentralheizung, die Strom oder Gas zum Heizen benötigt. Abhängig von der Art der Heizung und dem Wasservolumen kann der Energieverbrauch für warmes Wasser erheblich sein.
Wer clever mit der Spülmaschine umgeht, indem er sie im Eco-Modus betreibt und nur bei voller Beladung spült, kann oft günstiger abschneiden als jemand, der mehrmals täglich Wasser aus der Leitung zapft. Auch die Kosten für das Geschirrspülmittel sind ein entscheidender Faktor. Für die Geschirrspülmaschine sind Tablets oder Pulver notwendig, oft kombiniert mit Klarspüler und Salz.
Hier variiert man zwischen 10 und 30 Cent pro Waschgang, je nach Marke und Typ. Bei der Handwäsche verwenden die meisten flüssiges Geschirrspülmittel. Eine Flasche scheint günstig, geht aber schneller zur Neige als man denkt. Je häufiger man abwäscht, desto mehr Geschirrspülmittel wird benötigt.
In vielen Fällen gleichen sich die Kosten pro Waschgang, es sei denn, man greift zu teuren Tablets oder ist besonders sparsam mit Geschirrspülmittel. Ein weiterer Aspekt, den viele nicht in Betracht ziehen, ist die Lebensdauer von Geschirr und Besteck. Handabwasch birgt ein höheres Risiko für Beschädigungen, vor allem bei hastigem oder schludrigen Arbeiten.
Ein Teller, der einem aus der Hand rutscht, oder ein Kratzer auf einem Topf, passiert schneller als man denkt. Geschirrspüler sind in dieser Hinsicht oft sicherer, obwohl einige empfindliche Materialien wie Holzlöffel oder Kristall nicht in die Maschine gehören sollten. Mit der richtigen Auswahl und dem passenden Programm können Dinge in der Geschirrspülmaschine oft länger halten.
Natürlich spielen auch Zeit und Bequemlichkeit eine Rolle. Ein durchschnittlicher Handabwasch dauert zwischen 15 und 30 Minuten, abhängig von der Menge des Geschirrs. Das Befüllen und Entleeren einer Geschirrspülmaschine kostet maximal 10 Minuten. Wer seine Zeit clever nutzen möchte, spart nicht nur Mühe, sondern auch indirekt Geld.
Das ist besonders wertvoll in einem hektischen Haushalt oder bei Menschen, die mehrere Male täglich abwaschen. Bei der Entscheidung zwischen Handwäsche und Geschirrspüler ist für viele auch der Umweltschutz entscheidend. Wer mit kaltem Wasser und ohne fließendes Wasser abwäscht, ist oft umweltbewusster, doch das geschieht selten.
Die meisten verwenden warmes Wasser und spülen unter einem laufenden Wasserhahn. In diesem Fall ist der Geschirrspüler, insbesondere im Eco-Modus, oft umweltfreundlicher. Moderne Geräte sind darauf ausgelegt, sparsam mit Wasser und Strom umzugehen, was die ökologische Bilanz erheblich verbessert.
Natürlich sollte man auch die langfristigen Kosten betrachten. Eine Geschirrspülmaschine ist in der Anschaffung nicht billig: Sie kostet im Schnitt zwischen 300 und 800 Euro. Dazu kommen Installations- und gegebenenfalls Wartungskosten. Aber wer täglich abwäscht, kann diese Kosten in wenigen Jahren durch niedrigere Wasser- und Energierechnungen sowie Zeitersparnis wieder hereinholen.
Das Handwaschen kostet anfangs nichts, jedoch bleibt es oft eine versteckte Kostenfalle. In Haushalten, in denen häufig gewaschen wird, können die Verbräuche hoch sein, ohne dass das direkt auffällt. Es muss also kein Schwarz-Weiß-Denken sein. Wer günstig sein möchte, kombiniert die besten Eigenschaften beider Welten.
Benutzen Sie die Geschirrspülmaschine nur bei voller Ladung und im Eco-Modus. Bei ein paar Tellern und Tassen könnte ein kurzer Handabwasch effizienter sein. Auch das Vorspülen vor der Einlagerung in die Geschirrspülmaschine ist selten nötig und kostet unnötig Wasser. Durch bewussten Umgang mit Geschirr und Mitteln lassen sich die besten Einsparungen erzielen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Geschirrspülmaschine häufig günstiger ist als man denkt. Obwohl viele glauben, dass Handwasch günstiger ist, zeigen die Zahlen oft, dass ein moderner Geschirrspüler in den meisten Fällen wirtschaftlicher ist. Bezüglich Wasser- und Energieverbrauch sowie Zeitersparnis ist die Wahl also klar.
Natürlich hängt alles von Ihrer persönlichen Situation, Ihren Gewohnheiten und dem genutzten Gerät ab, doch wer clever mit der Geschirrspülmaschine umgeht, spart auf lange Sicht Geld, Mühe und Umweltbelastung.
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