Der Dezember 2025 sorgt in Deutschland für großes Staunen. Statt Frost, Schnee und dicken Jacken erleben viele Menschen milde Temperaturen, Sonnenschein und ein Wettergefühl, das eher an Frühling erinnert als an Vorweihnachtszeit.
Schon früh im Monat zeigte sich, dass dieser Dezember außergewöhnlich verläuft. Die Temperaturen lagen deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. In vielen Regionen wurden Werte gemessen, die sonst eher aus dem April bekannt sind.
Meteorologen sprechen inzwischen von einem historischen Monat. Der Dezember 2025 gehört zu den wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881. Damit reiht er sich in eine Serie ungewöhnlich milder Wintermonate ein.

Zweitwärmster Dezember seit über einem Jahrhundert
Nach aktuellen Auswertungen liegt der Dezember 2025 auf Platz zwei der wärmsten Dezember seit 144 Jahren. Nur ein einziges Jahr war in diesem Zeitraum noch wärmer. Das zeigt, wie außergewöhnlich die Lage ist.
Experten betonen, dass solche Abweichungen nicht mehr als Zufall gelten können. Die Häufung warmer Monate deutet auf langfristige Veränderungen im Klimasystem hin. Besonders auffällig sind die hohen Tageshöchstwerte.
In einigen Regionen Deutschlands wurden Temperaturen von bis zu 19 Grad gemessen. Solche Werte sind für einen Dezember extrem selten. Viele Menschen nutzten das Wetter für Spaziergänge und Aktivitäten im Freien.
Frühlingsgefühle mitten im Winter
In Städten, Parks und sogar an den Küsten zeigte sich ein ungewohntes Bild. Menschen saßen draußen, tranken Kaffee oder Glühwein im Freien und genossen die Sonne. Winterkleidung blieb oft im Schrank.
Auch auf den Nordseeinseln wirkte die Stimmung fast sommerlich. Bilder von Spaziergängen am Strand erinnerten eher an einen milden Herbstabend als an die Vorweihnachtszeit. Das sorgte für Verwunderung und Diskussionen.
Viele Menschen berichten von gemischten Gefühlen. Einerseits ist das Wetter angenehm. Andererseits fehlt die winterliche Atmosphäre, die für viele fest zur Adventszeit gehört.
Weiße Weihnachten rücken in weite Ferne
Die Hoffnung auf weiße Weihnachten ist in diesem Jahr sehr gering. In den meisten Regionen Deutschlands fehlt nicht nur die Kälte, sondern auch der nötige Niederschlag für Schnee.
Meteorologen erklären, dass Schnee ohne Niederschlag schlicht nicht entstehen kann. Selbst wenn die Temperaturen kurzfristig sinken würden, fehlt die Grundlage für eine geschlossene Schneedecke.
Stattdessen dominieren Nebel- und Hochnebelfelder. Immer wieder bricht zwar die Sonne durch, doch Regen oder Schnee bleiben weitgehend aus. Das verstärkt den Eindruck eines trockenen und milden Dezembers.
Warum Niederschlag so entscheidend ist
Viele Menschen verbinden Schnee vor allem mit Kälte. Doch aus meteorologischer Sicht ist Niederschlag mindestens genauso wichtig. Ohne ihn bleibt selbst bei Frost die Landschaft grau und schneefrei.
Aktuell verhindert eine stabile Wetterlage das Eindringen feuchter Luftmassen. Hochdruckgebiete sorgen für ruhiges Wetter, wenig Wind und kaum Niederschläge. Diese Lage hält sich bereits seit Tagen.
Solche Wetterlagen sind zwar nicht völlig neu, treten aber zunehmend häufiger auf. Das beeinflusst nicht nur das Weihnachtswetter, sondern auch Wasserstände, Böden und die Natur insgesamt.
Wo weiße Weihnachten noch möglich sind
Wer dennoch von weißen Weihnachten träumt, muss in diesem Jahr flexibel sein. Die Chancen steigen mit der Höhe und der geografischen Lage. In höheren Regionen ist Schnee deutlich wahrscheinlicher.
Besonders in Teilen Skandinaviens sind winterliche Bedingungen noch realistisch. Auch alpine Regionen in der Schweiz, in Österreich und im Süden Deutschlands bieten bessere Voraussetzungen.
In vielen Tieflagen Mitteleuropas sieht es dagegen schlecht aus. Auch in Westeuropa und im Mittelmeerraum sind winterliche Feiertage kaum zu erwarten. Dort dominiert weiterhin milde Luft.
Der Blick nach Osteuropa und in die Berge
In Teilen Osteuropas gibt es noch Hoffnung auf Schnee. Kontinentale Luftmassen sorgen dort häufiger für stabile Kälte. Auch Gebirgsregionen profitieren von ihrer Höhenlage.
Schnee fällt dort nicht nur häufiger, sondern bleibt auch länger liegen. Das sorgt für klassische Winterlandschaften, wie sie viele aus früheren Jahren kennen und vermissen.
Für Reisende bedeutet das, dass Winterurlaub gezielt geplant werden muss. Spontane Ausflüge in schneereiche Regionen sind schwieriger geworden.
Wie sich der Winter weiterentwickeln könnte
Die aktuellen Wettermodelle lassen wenig Hoffnung auf eine schnelle Wende. Auch in den kommenden Wochen soll es überwiegend mild bleiben. Größere Kälteeinbrüche sind nicht in Sicht.
Meteorologen rechnen damit, dass der Winter insgesamt sehr warm ausfallen könnte. Es besteht sogar die Möglichkeit, dass er zu den fünf wärmsten Wintern seit Beginn der Aufzeichnungen zählt.
Das hätte weitreichende Folgen. Nicht nur für das subjektive Wintergefühl, sondern auch für Ökosysteme, Landwirtschaft und Energieverbrauch.
Auswirkungen auf Natur und Umwelt
Milde Winter beeinflussen Pflanzen und Tiere stark. Viele Pflanzen reagieren auf Wärme mit frühem Austrieb. Das kann problematisch werden, wenn später doch noch Frost einsetzt.
Auch Tiere passen ihr Verhalten an. Manche Vögel bleiben länger, andere Tiere finden weniger Ruhephasen. Das kann langfristig das ökologische Gleichgewicht verändern.
Zudem fehlen durch ausbleibenden Schnee wichtige Wasserspeicher. Schneeschmelze im Frühjahr trägt normalerweise zur Grundwasserbildung bei. Ohne Schnee kann es später zu Trockenheit kommen.
Gesellschaftliche Wahrnehmung des warmen Winters
In der Bevölkerung wird der milde Dezember sehr unterschiedlich wahrgenommen. Einige genießen die angenehmen Temperaturen und die geringeren Heizkosten.
Andere sorgen sich um den Verlust traditioneller Jahreszeiten. Weihnachten ohne Kälte, Schnee und Winterstimmung fühlt sich für viele Menschen fremd an.
Besonders ältere Generationen erinnern sich an schneereiche Winter ihrer Kindheit. Der Vergleich mit der heutigen Situation verstärkt das Gefühl eines tiefgreifenden Wandels.
Was der Montag und die nächsten Tage bringen
Zum Start der neuen Woche bleiben die Temperaturen auf mildem Niveau. Höchstwerte zwischen fünf und acht Grad sind in vielen Regionen zu erwarten. Das ist deutlich über dem Durchschnitt.
Zwischen Nebel und Hochnebel kann sich zeitweise die Sonne zeigen. Insgesamt bleibt es ruhig und trocken. Niederschläge sind laut Prognosen weiterhin selten.
Diese Wetterlage könnte sich noch einige Zeit halten. Eine klare Umstellung auf winterliches Wetter ist derzeit nicht absehbar.
Ein Dezember, der in Erinnerung bleibt
Der Dezember 2025 wird vielen Menschen im Gedächtnis bleiben. Nicht wegen Schneestürmen oder Frost, sondern wegen seiner außergewöhnlichen Wärme.
Für die Wetterstatistik ist dieser Monat bereits jetzt von großer Bedeutung. Er liefert weitere Hinweise auf langfristige Trends und Veränderungen im Klima.
Ob sich solche Winter künftig weiter häufen, wird die Forschung intensiv beschäftigen. Fest steht schon jetzt, dass dieser Dezember alles andere als gewöhnlich ist.
Einladung zur Diskussion
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