Ein neuer Welpe zieht bald bei Ihnen ein. Die Vorfreude ist groß, doch mit ihr kommen viele Fragen. Eine der wichtigsten betrifft die richtige Ernährung von Anfang an.
Viele neue Hundehalter fühlen sich schnell überfordert. Es gibt unzählige Marken, Meinungen und Ratschläge. Was für den einen Hund perfekt ist, kann für einen anderen ungeeignet sein.
Dieser Artikel erklärt verständlich, was ein Welpe fressen darf, was er braucht und worauf Sie achten sollten. Ziel ist es, Ihnen Sicherheit und Klarheit zu geben.

Warum die richtige Ernährung für Welpen so wichtig ist
Ein Welpe wächst in den ersten Lebensmonaten sehr schnell. Knochen, Muskeln, Organe und das Nervensystem entwickeln sich gleichzeitig. Dafür benötigt der Körper passende Nährstoffe.
Fehler in der Ernährung können sich langfristig auswirken. Zu wenig oder zu viel von bestimmten Stoffen kann das Wachstum stören und gesundheitliche Probleme verursachen.
Deshalb ist es wichtig, sich früh mit dem Thema Welpenfutter zu beschäftigen und bewusste Entscheidungen zu treffen.
Was füttert der Züchter?
Ein guter erster Orientierungspunkt ist die Nahrung, die der Züchter verwendet. Die meisten Welpen sind an ein bestimmtes Futter gewöhnt, wenn sie in ihr neues Zuhause kommen.
Der Abschied vom Muttertier und den Geschwistern ist stressig. Auch der Umzug in eine neue Umgebung belastet den jungen Hund. In dieser Phase hilft vertrautes Futter.
Es wird empfohlen, den Welpen die ersten zehn bis vierzehn Tage mit dem gleichen Futter zu versorgen. So wird der Magen-Darm-Trakt geschont.
Ein späterer Futterwechsel mit Bedacht
Wenn Sie langfristig ein anderes Futter wählen möchten, sollte der Wechsel langsam erfolgen. Eine schrittweise Umstellung reduziert das Risiko von Durchfall oder Erbrechen.
Sprechen Sie mit dem Züchter über seine Wahl. Seriöse Züchter können erklären, warum sie sich für ein bestimmtes Futter entschieden haben.
Oft geben sie auch eine kleine Menge des bisherigen Futters mit. Das erleichtert den Start im neuen Zuhause.
Welche Nährstoffe braucht ein Welpe?
Hunde benötigen verschiedene Nährstoffe, um gesund zu bleiben. Dazu gehören Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate, Vitamine, Mineralstoffe und Wasser.
Bei Welpen sind die Anforderungen anders als bei erwachsenen Hunden. Der Grund dafür ist das schnelle Wachstum und die Entwicklung des Körpers.
Für viele Nährstoffe gibt es klare Richtlinien. Diese geben Mindest- und teilweise auch Höchstmengen vor, die ein vollständiges Futter enthalten sollte.
Die besondere Rolle von Kalzium und Phosphor
Kalzium ist für den Aufbau von Knochen und Zähnen unerlässlich. Es spielt außerdem eine Rolle bei der Muskelarbeit und der Nervenfunktion.
Welpen benötigen mehr Kalzium als erwachsene Hunde. Gleichzeitig ist ihre Fähigkeit, Kalzium im Darm zu regulieren, noch nicht vollständig entwickelt.
Zu viel Kalzium kann daher ebenso schädlich sein wie zu wenig. Besonders Welpen großer Rassen reagieren empfindlich auf Überdosierungen.
Das richtige Verhältnis ist entscheidend
Nicht nur die Menge, sondern auch das Verhältnis von Kalzium zu Phosphor ist wichtig. Beide Mineralstoffe wirken im Körper zusammen.
Ein Ungleichgewicht kann zu Fehlstellungen oder Wachstumsstörungen führen. Gute Welpenfutter berücksichtigen diese Balance sehr genau.
Aus diesem Grund sollten Welpen kein Futter für erwachsene Hunde bekommen, es sei denn, es ist ausdrücklich für alle Lebensphasen geeignet.
Eiweißbedarf bei jungen Hunden
Eiweiß ist ein zentraler Baustoff für Muskeln, Organe und das Immunsystem. Welpen benötigen ausreichend Protein für ihr Wachstum.
Nur sehr junge Welpen haben einen deutlich höheren Eiweißbedarf. Viel wichtiger als die Menge ist jedoch die Qualität der Eiweißquellen.
Eiweiße bestehen aus Aminosäuren. Der Körper des Welpen braucht bestimmte Aminosäuren in passenden Mengen, um sie optimal nutzen zu können.
Qualität vor Quantität beim Protein
Ein Futter kann einen hohen Eiweißgehalt haben und trotzdem ungeeignet sein. Entscheidend ist, ob die enthaltenen Aminosäuren dem Bedarf des Welpen entsprechen.
Tierische Eiweißquellen sind für Hunde meist besser verwertbar als pflanzliche. Hochwertige Zutaten machen hier den Unterschied.
Ein ausgewogenes Welpenfutter berücksichtigt diese Faktoren und unterstützt so eine gesunde Entwicklung.
Fette und essentielle Fettsäuren
Fette liefern Energie und sind wichtig für Haut, Fell und Gehirn. Besonders Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren spielen eine große Rolle.
Für Welpen werden diese Fettsäuren zusätzlich empfohlen. Sie unterstützen die Entwicklung des Nervensystems und wirken entzündungshemmend.
Auch hier gilt: Die richtige Menge ist entscheidend. Zu viel Fett kann zu Verdauungsproblemen führen.
Wie oft sollte ein Welpe gefüttert werden?
Über die Fütterungshäufigkeit gibt es unterschiedliche Meinungen. Allgemein wird empfohlen, Welpen mehrmals täglich zu füttern.
Junge Welpen profitieren von vier Mahlzeiten am Tag. Mit zunehmendem Alter kann auf drei Mahlzeiten reduziert werden.
Viele Halter bleiben bis etwa zum siebten Lebensmonat bei mehreren Mahlzeiten. Wichtig ist, den Welpen dabei genau zu beobachten.
Den Welpen richtig einschätzen
Achten Sie auf Kot, Appetit und allgemeines Wohlbefinden. Diese Zeichen geben Hinweise darauf, ob das Futter gut vertragen wird.
Feste Fütterungszeiten geben dem Welpen Sicherheit. Routinen helfen ihm, sich besser an den neuen Alltag zu gewöhnen.
Ein leerer Napf bedeutet nicht automatisch Hunger. Welpen neigen dazu, alles aufzufressen, was ihnen angeboten wird.
Überfütterung vermeiden
Welpen wachsen schnell und haben oft großen Appetit. Das Risiko der Überfütterung ist daher nicht zu unterschätzen.
Halten Sie sich an die empfohlenen Mengen des Herstellers. Kontrollieren Sie regelmäßig die Körperform Ihres Welpen.
Weicher Kot kann ein Zeichen dafür sein, dass das Futter nicht optimal verwertet wird. In diesem Fall hilft mehr Futter meist nicht weiter.
Leckerlis und Belohnungen
Natürlich dürfen Welpen zwischendurch belohnt werden. Leckerlis sollten jedoch nur einen kleinen Teil der täglichen Energie ausmachen.
Die Hauptmahlzeiten liefern wichtige Nährstoffe. Diese dürfen nicht durch Snacks ersetzt werden.
Wählen Sie möglichst natürliche und kalorienarme Belohnungen. Getrocknetes Fleisch eignet sich gut, sollte aber nicht zu hart sein.
Motivation beim Training
Beim Training ist Motivation wichtig. Der Welpe sollte das Leckerli gerne fressen und nicht lange darauf kauen müssen.
So bleibt der Fokus auf der Übung. Gleichzeitig wird der Magen nicht unnötig belastet.
Auch hier gilt: Maß halten und die Gesamtmenge im Blick behalten.
Darf ein Welpe Trockenfutter fressen?
Die meisten Welpen werden vom Züchter an Trockenfutter gewöhnt. Daher vertragen sie es in der Regel gut.
Trockenfutter muss nicht zwingend eingeweicht werden. Wenn der Welpe Schwierigkeiten hat, kann etwas Wasser helfen.
Für kleine Rassen sind kleinere Kroketten sinnvoll. Sie lassen sich leichter kauen und schlucken.
Rohes und frisches Fleisch für Welpen
Manche Züchter füttern Welpen mit rohem, frischem Fleisch. Diese Art der Ernährung kann auch für junge Hunde geeignet sein.
Wichtig ist, ein vollständiges Produkt zu wählen, das alle notwendigen Nährstoffe enthält. Nicht jedes Fleisch ist automatisch ausgewogen.
Es gibt spezielle Varianten für Welpen, die auf ihren Bedarf abgestimmt sind.
Hygiene und Information sind entscheidend
Rohes Fleisch enthält Feuchtigkeit und ist oft leichter verdaulich als Trockenfutter. Gleichzeitig erfordert es sorgfältige Hygiene.
Wer roh oder kombiniert füttern möchte, sollte sich gut informieren. Sauberkeit in der Küche ist dabei unerlässlich.
Eine falsche Zusammenstellung kann schnell zu Mangelerscheinungen führen. Im Zweifel ist fachlicher Rat sinnvoll.
Die passende Fütterung finden
Es gibt nicht die eine perfekte Lösung für alle Welpen. Entscheidend ist, was zum Hund und zum Alltag der Familie passt.
Beobachten Sie Ihren Welpen aufmerksam. Er zeigt Ihnen, ob er sich wohlfühlt und gut entwickelt.
Geduld, Wissen und Aufmerksamkeit sind die besten Begleiter in den ersten Monaten.
Austausch und Erfahrungen teilen
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