Donald Trump steht am Beginn des zweiten Jahres seiner zweiten Amtszeit. Schon jetzt ist klar, dass sein politischer Stil erneut große Folgen haben wird. Historiker und Sicherheitsexperten erwarten ein Jahr voller Umbrüche.
Viele Entscheidungen Trumps wirken spontan. Doch Fachleute betonen, dass dahinter klare Ziele stehen. Es geht um Macht, Einfluss und wirtschaftliche Vorteile. Diese Mischung wird 2026 weltweit spürbar sein.
Internationale Beziehungen, Bündnisse und alte Regeln geraten weiter unter Druck. Besonders Europa schaut mit Sorge auf Washington. Die Vereinigten Staaten verändern ihre Rolle grundlegend.

Die bestehende Weltordnung weiter erschüttern
Seit Jahrzehnten galten die USA als Hüter internationaler Regeln. Nach dem Zweiten Weltkrieg prägten sie Völkerrecht, Sicherheitspolitik und Bündnisse maßgeblich. Diese Rolle bröckelt nun sichtbar.
Trump stellt internationale Abkommen offen infrage. Für ihn zählt weniger Recht als Stärke. Sein politisches Denken folgt dem Prinzip, dass der Stärkere gewinnt.
Experten sehen darin keine Laune, sondern eine bewusste Strategie. Trump sagt offen, dass er nur seinem eigenen Kompass folgt. Internationale Normen spielen dabei kaum eine Rolle.
Ein besonders deutliches Signal war der Umgang mit Venezuela. Nach der Entführung des Präsidenten ging es in Trumps Aussagen fast ausschließlich um Ölinteressen. Rechtliche Begründungen fehlten völlig.
Solche Schritte schwächen das Vertrauen in internationale Regeln. Andere Staaten fragen sich, warum sie sich an Abkommen halten sollen, wenn die USA es selbst nicht tun.
Langfristig entsteht eine Welt, in der Macht wichtiger ist als Verträge. Kleine Staaten verlieren dabei besonders an Sicherheit.
Alte Sicherheiten verlieren ihre Bedeutung
Die internationale Ordnung basierte lange auf klaren Erwartungen. Wer Grenzen respektierte, konnte auf Schutz zählen. Diese Verlässlichkeit schwindet zunehmend.
Trump sieht globale Politik wie ein Geschäft. Wer nichts zu bieten hat, bekommt auch keinen Schutz. Diese Haltung verändert das internationale Klima spürbar.
Staaten beginnen, sich neu zu orientieren. Manche suchen eigene Allianzen, andere rüsten auf. Die Welt wird unsicherer und unberechenbarer.
Die NATO von innen schwächen
Ein zentraler Punkt von Trumps Politik ist sein Umgang mit der NATO. Das Bündnis lebt von Vertrauen und festen Regeln. Genau diese Grundlagen geraten ins Wanken.
Im NATO-Vertrag steht klar, dass Mitglieder einander nicht mit Gewalt drohen dürfen. Dennoch hat Trump offen Druck auf verbündete Gebiete ausgeübt, etwa in Bezug auf Grönland.
Solche Aussagen untergraben den Kern des Bündnisses. Wenn der stärkste Partner selbst droht, verlieren gemeinsame Versprechen an Glaubwürdigkeit.
Artikel 5 verliert an Gewicht
Besonders kritisch sehen Experten die Entwicklung rund um Artikel 5. Dieser besagt, dass ein Angriff auf ein Mitglied als Angriff auf alle gilt.
In jüngsten Erklärungen fehlt jedoch die klare Zusage, dass dieser Schutz immer greift. Damit wird aus einer festen Garantie eine politische Option.
Letztlich entscheidet nun Washington, ob es im Ernstfall handelt. Für kleinere Staaten ist das ein enormes Risiko.
Abschreckung funktioniert nicht mehr
Die NATO lebte lange von Abschreckung. Gegner sollten gar nicht erst angreifen, weil die Reaktion sicher war.
Dieses Prinzip wird schwächer. Trumps Nähe zu autoritären Führern wie Wladimir Putin sendet widersprüchliche Signale.
Wenn potenzielle Angreifer Zweifel haben, steigt die Gefahr von Konflikten. Abschreckung verliert ihre Wirkung.
Bündnisse werden zur Formsache
Formell existiert die NATO weiter. Doch ohne Vertrauen bleibt sie ein Papiertiger.
Experten halten es sogar für gefährlicher, wenn die USA im Bündnis bleiben, aber unzuverlässig handeln. Interne Unsicherheit kann mehr Schaden anrichten als ein klarer Austritt.
Europa muss sich deshalb neu aufstellen. Eigene Verteidigung und neue Partnerschaften rücken stärker in den Fokus.
Wirtschaftliche Interessen stehen über allem
Trump denkt wie ein Unternehmer. Staaten sind für ihn Verhandlungspartner, keine Partner auf Augenhöhe. Entscheidend sind Rohstoffe, Geld und strategische Vorteile.
Öl, seltene Erden und Mineralien spielen dabei eine zentrale Rolle. Regionen mit wertvollen Ressourcen rücken automatisch in Trumps Blickfeld.
Dabei macht er keinen Unterschied zwischen Freund und Feind. NATO-Mitglieder, Krisenstaaten oder Gegner werden gleich behandelt.
Die Welt als Spielfeld für Deals
Trump betrachtet die Erde wie eine Landkarte voller Möglichkeiten. Überall sieht er Projekte, Verträge und Gewinne.
Selbst Friedenspläne wirken oft wie Geschäftsmodelle. Sein Vorschlag, Gaza wirtschaftlich neu zu entwickeln, zeigt diese Denkweise deutlich.
Auch im Ukraine-Konflikt standen wirtschaftliche Interessen im Mittelpunkt. Investitionen und Profite spielten eine größere Rolle als politische Stabilität.
Gewinner und Verlierer dieser Politik
Kurzfristig profitieren vor allem Unternehmen aus Trumps Umfeld. Langfristig leidet jedoch die internationale Zusammenarbeit.
Selbst für die USA ist der Nutzen fraglich. Vertrauen geht verloren, Allianzen zerfallen.
Was bleibt, ist eine Welt, die stärker von Einzelinteressen geprägt ist als von gemeinsamen Regeln.
Die Folgen für Europa und Deutschland
Für Länder wie Deutschland oder die Niederlande ist diese Entwicklung problematisch. Kleine und mittlere Staaten sind auf stabile Bündnisse angewiesen.
Wenn diese schwächer werden, sinkt ihre Sicherheit. Neue Partner müssen gefunden, eigene Fähigkeiten ausgebaut werden.
Europa steht vor der Aufgabe, unabhängiger zu werden. Politisch, wirtschaftlich und militärisch.
Eine Strategie, kein Zufall
Lange glaubten viele, Trumps Politik sei unberechenbar. Doch Experten widersprechen. Seine Ziele sind klar formuliert und sogar schriftlich festgehalten.
In der nationalen Sicherheitsstrategie der USA spiegelt sich diese Linie deutlich wider. Macht, Ressourcen und Eigeninteresse stehen im Zentrum.
Das macht die Lage nicht besser, aber berechenbarer. Staaten wissen nun, womit sie rechnen müssen.
Ein Jahr mit globalen Folgen
2026 wird kein ruhiges Jahr. Trumps Entscheidungen wirken weit über die USA hinaus.
Internationale Ordnung, Sicherheit und Vertrauen stehen auf dem Spiel. Die Welt muss lernen, mit einer neuen Realität umzugehen.
Ob daraus langfristig etwas Stabileres entsteht, bleibt offen. Sicher ist nur, dass alte Gewissheiten verschwinden.
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