Liebst du Mayonnaise und hast manchmal ein schlechtes Gewissen deswegen? Dann gibt es eine gute Nachricht. Ernährungswissenschaftlern zufolge ist Mayonnaise weniger ungesund, als viele Menschen denken. Es kommt vor allem darauf an, was drin ist und wie viel man davon verwendet.
Mayonnaise wird normalerweise aus Öl, Essig, Eigelb und Wasser hergestellt. Das klingt einfach, und das ist es auch. Die Hauptzutat ist Öl, oft Rapsöl oder Sonnenblumenöl. Diese Öle enthalten meist ungesättigte Fette.
Warum Mayonnaise gar nicht so schlecht ist
Viele Menschen denken sofort an Fett und Kalorien, wenn sie an Mayonnaise denken. Das ist zum Teil richtig, denn Mayonnaise ist tatsächlich ein fettreiches Produkt. Der größte Teil des Fettes besteht jedoch aus ungesättigten Fettsäuren.
Ungesättigte Fette sind besser für Ihren Cholesterinspiegel als gesättigte Fette. Letztere sind zum Beispiel in Butter und einigen tierischen Produkten enthalten. Wenn Sie gesättigte Fette durch ungesättigte Fette ersetzen, können Sie Ihren Cholesterinspiegel verbessern.
Verschiedene Studien zeigen, dass dies für Ihr Herz und Ihre Blutgefäße von Vorteil ist. Experten betonen, dass Mayonnaise deshalb zu Unrecht einen schlechten Ruf bekommen hat. Das Problem liegt oft nicht in der Mayonnaise selbst, sondern in der Menge.
Ernährungswissenschaftler weisen darauf hin, dass Fette wichtig für den Körper sind. Er braucht sie als Energielieferant und für die Aufnahme bestimmter Vitamine. Mayonnaise kann also gut in eine gesunde Ernährung integriert werden.
Die Wirkung auf Ihren Körper
Die Fette in der Mayonnaise unterstützen die Aufnahme der Vitamine A, D, E und K. Das sind fettlösliche Vitamine. Ohne Fett werden sie vom Körper nicht so gut aufgenommen.
Außerdem enthält Mayonnaise eine kleine Menge Eiweiß. Je nach verwendetem Öl kann sie auch etwas Omega-3 enthalten. Das sind Fettsäuren, die zu einem gesunden Herzen beitragen.
Es ist also nicht fair, Mayonnaise automatisch als schlecht zu bezeichnen. Es kommt auf das Gesamtbild Ihrer Ernährung an. Wenn Sie sich abwechslungsreich und in Maßen ernähren, dann kann Mayonnaise einfach dazugehören.
Es ist zwar wichtig, zwischen verschiedenen Fettarten zu unterscheiden. Wählen Sie vorzugsweise Mayonnaise auf der Basis von Pflanzenöl. Sie enthält mehr ungesättigte Fette.
Wie viel ist sinnvoll
Auch wenn Mayonnaise ihre Vorteile hat, ist sie doch ein kalorienreiches Produkt. Ein Esslöffel enthält etwa 128 Kalorien. Das summiert sich schnell, wenn man sie großzügig löffelt.
Der Unterschied liegt oft in den Portionsgrößen. Eine dünne Schicht zu den Pommes frites ist etwas anderes als ein Teller voller Soße. In normalen Mengen kann es im Rahmen einer gesunden Ernährung in Ordnung sein.
Es gibt keine feste Regel dafür, wie viel Mayonnaise Sie pro Woche essen können. Das hängt von Ihrem Gesamtenergiebedarf und davon ab, wie viel Fett Sie bereits zu sich nehmen. Ein Richtwert könnte ein bis drei Esslöffel pro Woche sein.
Sie nehmen bereits viel Fett durch Käse, Nüsse oder Öl zu sich? Dann müssen Sie das berücksichtigen. Alles ist eine Frage des Gleichgewichts. Selbst gesunde Produkte können ungesund werden, wenn Sie zu viel davon essen.
Achtung auf leichte Varianten
Im Supermarkt sieht man viele Light- oder Slim-Mayonnaisen. Diese enthalten weniger Fett und damit weniger Kalorien. Das scheint attraktiv zu sein, wenn man abnehmen will.
Allerdings ist es gut, die Zutatenliste kritisch zu betrachten. Weniger Fett bedeutet oft, dass andere Stoffe zugesetzt sind. Denken Sie an zusätzlichen Zucker oder Verdickungsmittel.
Der gesundheitliche Nutzen von Mayonnaise kommt gerade von den ungesättigten Fetten. Wenn man diese reduziert, verliert man auch einen Teil dieses Nutzens. Leichte Varianten sind also nicht automatisch gesünder.
Lesen Sie also immer das Etikett. Achten Sie darauf, wie viel Öl enthalten ist und welche Art von Öl verwendet wurde. Eine gute Mayonnaise besteht weitgehend aus Pflanzenöl.
Mayonnaise selbst herstellen
Sie wollen sicher sein, was Sie essen? Dann können Sie auch Ihre eigene Mayonnaise herstellen. Das ist einfacher, als viele denken. Sie brauchen Öl, Eigelb, Essig oder Zitronensaft und etwas Senf.
Wenn Sie Ihre eigene Mayonnaise herstellen, wählen Sie bewusst, welches Öl Sie verwenden. Olivenöl oder Rapsöl sind eine gute Wahl. Diese haben eine günstige Fettsäurezusammensetzung.
Selbstgemachte Mayonnaise enthält meist weniger unnötige Zusatzstoffe. Fertige Varianten enthalten manchmal Zucker, Konservierungs- oder Aromastoffe. Beim Selbermachen brauchen Sie diese nicht.
Bitte beachten Sie die Haltbarkeitsdauer. Selbstgemachte Mayonnaise ist nicht so lange haltbar wie ein gekauftes Produkt. Bewahren Sie sie gekühlt auf und verwenden Sie sie innerhalb weniger Tage.
Auch hier ist die Menge wichtig. Ob selbstgemacht oder nicht, es handelt sich immer noch um ein fettreiches Produkt. Verwenden Sie es also bewusst und in Maßen.
Mayonnaise in einem gesunden Muster
Mayonnaise muss kein verbotenes Produkt sein. Sie passt in eine gesunde Ernährung, wenn man sie mit Bedacht einsetzt. Kombinieren Sie sie mit nahrhaften Produkten wie Gemüse oder Vollkornbrot.
Betrachten Sie Ihre gesamte Ernährung über den Tag hinweg. Wenn Sie viele verarbeitete Snacks und fettreiche Gerichte essen, wird Mayonnaise schnell zu einer zusätzlichen Belastung. Wenn Sie sich ansonsten abwechslungsreich ernähren, dann ist Platz für einen Löffel Sauce.
Lassen Sie sich also nicht von alten Vorurteilen beirren. Mayonnaise ist nicht unbedingt ungesund. Die Qualität der Zutaten und die Portionsgröße machen den Unterschied.
Indem Sie bewusst auswählen und die Etiketten lesen, behalten Sie die Kontrolle darüber, was Sie zu sich nehmen. Auf diese Weise können Sie Ihre Lieblingssoße ohne schlechtes Gewissen weiter genießen. Letztendlich geht es bei einer gesunden Ernährung um Ausgewogenheit, Vielfalt und Mäßigung.
Quelle: Libelle









