Immer mehr Menschen sind mit Gedächtnisproblemen oder Krankheiten wie Demenz und Alzheimer konfrontiert. Weltweit zählen diese Erkrankungen zu den häufigsten Todesursachen. In den USA leben bereits Millionen von Menschen mit diesen Leiden. Vererbung spielt dabei zwar eine Rolle, doch der Lebensstil bestimmt oft ebenso stark, wie gesund das Gehirn bleibt.
Laut Experten können schon kleine Veränderungen der täglichen Gewohnheiten einen großen Unterschied machen. Selbst wenn bereits leichte Beschwerden auftreten, hilft es, gesündere Entscheidungen zu treffen. Das Schöne daran ist: Es ist nie zu spät, damit anzufangen. Jeder Schritt, so klein er auch sein mag, kann zu einem schärferen und stärkeren Gehirn beitragen.
Es gibt verschiedene Gewohnheiten, die Ärzte selbst vermeiden, um ihr Gehirn gesund zu halten. Im Folgenden finden Sie sieben wichtige Punkte, die Sie sich unbedingt merken sollten.

1. Keine Ernährung voller stark verarbeiteter Lebensmittel
Verarbeitete Produkte wie Fastfood und Fertiggerichte sind oft schnell und günstig. Für das Gehirn sind sie jedoch schädlich. Sie enthalten viel Zucker, Fett und Salz, aber nur wenige wertvolle Nährstoffe.
Wer sich überwiegend von solchen Produkten ernährt, verpasst wichtige Lebensmittel wie Gemüse, Obst, Fisch und Nüsse. Gerade diese liefern Omega-3-Fettsäuren und Antioxidantien, die für das Gehirn besonders wichtig sind.
Auch fermentierte Produkte wie Joghurt, Kefir und Sauerkraut spielen eine wichtige Rolle. Sie unterstützen die Darmgesundheit, und im Darm werden viele Stoffe gebildet, die Gedächtnis und Stimmung beeinflussen.
2. Kein sitzendes Leben führen
Bewegung ist entscheidend für die Gesundheit des Gehirns. Sport, Spaziergänge oder Radfahren verbessern die Durchblutung und fördern neue neuronale Verbindungen. Ärzte bezeichnen Bewegung sogar als Schlüssel zur Neuroplastizität – der Fähigkeit des Gehirns, sich anzupassen.
Darüber hinaus reduziert Bewegung Stress und Entzündungen und unterstützt Herz und Blutgefäße. All diese Faktoren tragen zu einem gesunden Gehirn bei.
Menschen mit einem passiven Lebensstil haben ein höheres Risiko für Gedächtnisprobleme und Konzentrationsschwierigkeiten.
3. Nicht in sozialer Isolation leben
Der Mensch ist ein soziales Wesen, und soziale Kontakte sind wichtig für ein aktives Gehirn. Einsamkeit oder sozialer Rückzug können den geistigen Abbau beschleunigen.
Bei Gesprächen oder gemeinsamen Aktivitäten verarbeitet das Gehirn viele Informationen. Das hält den Geist wach. Fehlen diese Reize, werden neuronale Verbindungen weniger aktiv oder gehen verloren.
Starke soziale Beziehungen verlängern zudem die Lebenserwartung und senken das Risiko für Depressionen und körperliche Beschwerden.
4. Schlafmangel nicht ignorieren
Schlaf ist unerlässlich für ein gut funktionierendes Gehirn. Während des Schlafs werden im Gehirn Abfallstoffe abgebaut, die schädlich sein können. Dieser Prozess senkt das Risiko für Gedächtnisprobleme und Demenz.
Wer häufig zu wenig schläft, stört diesen Reinigungsprozess. Das kann zu Konzentrationsproblemen und Stimmungsschwankungen führen. Zudem fehlt bei Schlafmangel oft die Energie für gesunde Entscheidungen wie Sport oder ausgewogene Ernährung.
Ein regelmäßiger Schlafrhythmus ist daher eine wichtige Säule der Gehirngesundheit.
5. Stress nicht einfach laufen lassen
Stress gehört zum Leben, doch chronischer Stress ist gefährlich. Dabei schüttet der Körper vermehrt Cortisol aus, was das Gehirn schädigen kann.
Es geht nicht darum, Stress vollständig zu vermeiden, sondern zu lernen, besser damit umzugehen. Methoden wie Spazierengehen, Yoga, Meditation oder auch ein Hobby können helfen, Spannungen abzubauen.
Wer Stress dauerhaft ignoriert, erhöht das Risiko für Gedächtnisprobleme und andere gesundheitliche Beschwerden.
6. Bluthochdruck nicht verharmlosen
Ungesunde Gewohnheiten wie Rauchen, schlechte Ernährung und Bewegungsmangel begünstigen Bluthochdruck. Dieser gilt als wichtiger Risikofaktor für Demenz, insbesondere wenn er bereits im mittleren Lebensalter auftritt.
Studien zeigen, dass Menschen mit dauerhaft erhöhtem Blutdruck ein höheres Risiko haben, später Gedächtnisstörungen zu entwickeln.
Durch Anpassungen des Lebensstils, etwa durch gesündere Ernährung und mehr Bewegung, lässt sich der Blutdruck kontrollieren und das Gehirn schützen.
7. Nicht aufhören zu lernen
Man muss nicht mehr zur Schule gehen, um das Gehirn zu fordern. Neugierig zu bleiben und Neues zu lernen, hält den Geist aktiv.
Beim Lernen entstehen neue Verbindungen zwischen den Nervenzellen. Das erhöht die Flexibilität des Gehirns und hilft, besser mit Veränderungen und dem Älterwerden umzugehen.
Untersuchungen zeigen, dass Erwachsene, die kontinuierlich lernen, ein geringeres Demenzrisiko haben. Lesen Sie also weiter, üben Sie neue Fähigkeiten oder probieren Sie kreative Tätigkeiten aus.
Lebenslang gesunde Entscheidungen
Die Gesundheit des Gehirns hängt nicht von einer einzelnen Gewohnheit ab, sondern von einer Kombination aus vielen Entscheidungen. Wer stark verarbeitete Lebensmittel meidet, sich regelmäßig bewegt, sozial aktiv bleibt, ausreichend schläft, Stress reduziert, den Blutdruck im Blick behält und geistig aktiv bleibt, gibt seinem Gehirn die besten Voraussetzungen, gesund zu bleiben.
Das Beste daran: Sie können noch heute damit beginnen. Kleine Schritte wie ein Spaziergang oder das Lesen eines Buches zeigen bereits Wirkung. Mit bewussten Entscheidungen bauen Sie ein starkes Gehirn auf, das Ihnen hilft, länger geistig fit und vital zu bleiben.

