Als Mutter fühle ich mich oft schuldig, das gebe ich ehrlich zu. In der hektischen Welt des Elternseins ist es nicht immer einfach, die Balance zwischen gesunder Ernährung und Zeitmanagement zu finden. Wie viele Eltern versuche ich, meinen Kindern gesunde Mahlzeiten zu bieten, doch die Realität sieht oft anders aus. Nach einem langen Arbeitstag bleibt mir nichts anderes übrig, als fertige Mahlzeiten in der Küche zuzubereiten. Wie viele anderen mache ich mir ständig Gedanken über diese Entscheidung, während ich versuche, die Bedürfnisse meiner Familie zu erfüllen.

Ich arbeite Vollzeit, mein Mann ebenfalls. Nach einem langen Tag sehne ich mich danach, schnell etwas auf den Tisch zu stellen. Die Kinder haben Hunger und ihre Geduld ist begrenzt. In diesen Momenten ist der Griff zu einer Tiefkühlpizza oder einem Fertiggericht oft der einfachste Weg, um die hungrigen Mäuler zu stoppen. Ich frage mich oft, warum ich nicht besser plane oder häufiger koche, aber die Realität ist, dass ich meine Kinder lieber mit ihnen spielen sehen möchte, als stundenlang in der Küche zu stehen.
Es gibt zahlreiche Ratschläge von anderen, die mir anbieten, am Wochenende vorzukochen oder Mahlzeiten einzufrieren. Ich habe es versucht, doch im Alltag scheitert dieser Plan regelmäßig. Die Wochenenden nutze ich, um Quality Time mit meinen Kindern zu verbringen. Oft kostet mich der Gedanke an das Kochen nach einer stressigen Woche nur zusätzliche Energie. Ich nehme mir vor, gesünder zu leben, doch das Gefühl des Versagens bleibt, wenn ich wieder auf Fertiggerichte zurückgreife.
Die Gesellschaft erwartet viel von Eltern. Ich höre oft, dass ich meine Prioritäten anders setzen sollte. Natürlich verdienen meine Kinder großartige, frisch zubereitete Mahlzeiten. Das weiß ich, doch die Zeit ist mein größter Feind. Mit einem vollen Terminkalender ist es schwer, jeden Abend ein gesundes Abendessen zu garantieren, insbesondere wenn ich daran denke, dass ich auch für ihr Zuhause und ihre Freizeit da sein möchte.

Ich redete oft mit mir selbst ein, dass auch Fertiggerichte Gemüse enthalten. Doch tief im Inneren weiß ich, dass dies nicht dasselbe ist wie frisches Essen. Diese Gedanken sind immer da und können mich belasten. Ich bin mir bewusst, dass beim Kochen frischer Zutaten der Nährstoffgehalt weitaus höher wäre als der von verarbeiteten Speisen. Der Stress, jeden Abend frisch zu kochen, ist jedoch ein zusätzlicher Druck, den ich mir nicht leisten kann.
Gelegentlich fühle ich mich von anderen Müttern in der Schule unter Druck gesetzt, besonders wenn ich diese liebevoll zubereiteten, gesunden Pausenbrote sehe. Ich spüre dann oft einen Anflug von Eifersucht und Schuld. Aber ich versuche, mir selbst zu sagen, dass jeder Elternteil seine eigenen Kämpfe hat. Auch wenn ich nicht die perfekte Mahlzeit präsentiere, so bin ich doch stets für meine Kinder da, wenn es darauf ankommt. Ich unterstütze sie bei ihren Hausaufgaben, höre ihnen zu, wenn sie über ihre Probleme sprechen, und bin bei ihren Sportveranstaltungen immer an ihrer Seite.
Sobald ich wieder im Supermarkt stehe und vor den Tiefkühlregalen wähle, frage ich mich manchmal, ob ich wirklich nicht anders handeln könnte. Vielleicht wird es leichter, wenn die Kinder älter sind und im Haushalt helfen können. Vielleicht finde ich irgendwann einen Weg, die Balance zwischen Beruf, Alltag und Kochen zu meistern. Für den Moment jedoch bleibt mir nichts anderes übrig, als den Alltag zu bewältigen und meinen Kindern das Beste zu geben, was ich kann.
Ich bin mir bewusst, dass dies nicht die optimale Lösung ist. Viele Menschen würden in meiner Situation anders handeln. Doch ich versuche einfach zu der besten Mutter zu sein, die ich in diesem Moment sein kann, mit dem Zeitbudget und der Energie, die ich habe. Dabei ist es nicht immer perfekt, und manchmal fühle ich, dass ich Kompromisse eingehen muss. Dennoch beschweren sich meine Kinder nicht über das Essen. Sie wissen, dass ich mein Bestes gebe, auch wenn das oft keine gesunde Wahl ist.
Das Wichtigste ist, dass meine Kinder glücklich sind. Auch ich bevorzuge eine glückliche und entspannte Familie. Wenn das bedeutet, ab und zu ein Fertiggericht aufzuwärmen, dann ist das in Ordnung. Vielleicht wird sich meine Sichtweise mit der Zeit ändern, aber momentan ist dies die Realität meines Lebens. Wenn ich darüber nachdenke, ist das in Ordnung, denn schließlich bemühen sich viele Eltern jeden Tag, eine Lösung zu finden.
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