Wenn die Temperaturen im Sommer über 30 Grad steigen, denkt niemand an die Heizung. Die meisten von uns suchen nach Erfrischung und kühlen Orten. Doch es gibt einen überraschenden Grund, warum du gerade in dieser Hitze die Heizung auf Hochbetrieb laufen lassen solltest. Das klingt seltsam, doch es kann dir im Winter viele Kosten und Probleme ersparen.

Moderne Heizsysteme sind heutzutage in vielen Haushalten zu finden und sie schalten in den Sommermonaten oft automatisch in den sogenannten Sommerbetrieb. In diesem Modus wird lediglich warmes Wasser bereitgestellt und es ist oft keine Heizung erforderlich. Auf den ersten Blick scheint das praktisch, doch es hat auch unerwünschte Effekte.
Es kann unter Umständen passieren, dass die Heizung unerwartet anlaufen kann, etwa bei einem plötzlichen Temperaturabfall in der Nacht. Nach einem heftigen Gewitter kann dies ebenfalls der Fall sein. Das Resultat davon sind hohe Energiekosten, die sich durch unnötigen Verbrauch summieren.
Die meisten modernen Heizsysteme sind mit Sensoren ausgestattet, die Temperaturänderungen außerhalb des Hauses registrieren. Sobald die Außentemperatur fällt, denkt das System, dass innen geheizt werden muss. Dies führt dazu, dass Heizkörper anspringen, obwohl im Sommer keine Wärme benötigt wird.
Um solche Probleme zu vermeiden, empfehlen Fachleute, die Heizung während der Sommermonate nicht den automatischen Systemen zu überlassen. Eine manuelle Anpassung der Heizungseinstellungen ist sinnvoll. Hierbei kann auf den Modus “nur Warmwasser” umgeschaltet werden, um zu verhindern, dass Wärme produziert wird.
Ein weiterer wichtiger Schritt ist es, die Thermostatventile der Heizkörper ganz aufzumachen. Das klingt im Sommer merkwürdig, doch hat es einen praktischen Nutzen. In jedem Heizkörper befindet sich ein Ventil, das den Warmwasserfluss regelt. Wenn die Ventile in der warmen Jahreszeit längere Zeit auf niedriger Stufe bleiben, können sie feststecken.
Dies fällt meistens erst in der kälteren Jahreszeit auf, wenn die Heizkörper nicht funktionieren oder überhaupt keine Wärme abgeben. Durch das Öffnen des thermostatischen Ventils bleiben diese entspannt und das Risiko, dass sie feststecken, wird vermindert. Das erspart dir sowohl Ärger als auch Kosten im Winter, wenn das Heizsystem wieder benötigt wird.
Ein festsitzendes Ventil muss häufig von einem Fachmann gelöst oder ersetzt werden. Das bedeutet nicht nur zusätzliche Kosten, sondern auch Unannehmlichkeiten, wenn ein Heizkörper in den Herbstmonaten kalt bleibt. Indem du im Sommer nur einige Minuten investierst, kannst du leicht zukünftige Probleme vermeiden.
Hier sind einige praktische Tipps für die Sommermonate: Überprüfe die Systemeinstellungen deines Heizsystems und schalte auf “nur Warmwasser”. Stelle die Thermostatventile der Heizkörper vollständig auf die höchste Stufe. Lass die Heizkörper dann in Ruhe, denn es geht nicht darum, dass sie Wärme abgeben, sondern dass die Ventile nicht feststecken.
Vergiss nicht, die Heizkörper in allen Räumen zu überprüfen, auch in weniger genutzten Bereichen wie dem Dachboden oder Gästezimmern. Eine manuelle Kontrolle des Systems gibt dir nicht nur mehr Kontrolle, sondern sorgt auch dafür, dass dein Heizsystem in optimalem Zustand bleibt.
Experten für Heiztechnik betonen, dass das Öffnen der Heizkörperventile im Sommer einer der praktischsten und effektivsten Wartungstipps ist, die oft vergessen werden. Viele der Probleme in den kälteren Monaten resultieren aus feststeckenden Ventilen, die über Monate geschlossen waren. Das ist für Heizungsmonteure Routine, kann für Haushalte jedoch sehr teuer werden.
Energieexperten weisen darauf hin, dass die unnötige Aktivierung der Heizung durch automatische Sensoren totales Energieversagen ist. Bei den aktuellen Energiepreisen können diese vielen Anläufe ohne es zu merken viel Geld kosten. Mit manueller Kontrolle und dem Öffnen der Thermostatventile lässt sich das umgehen.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass es durchaus sinnvoll ist, die Heizung im Hochsommer zu öffnen, auch wenn es gegen das natürliche Empfinden geht. Indem du die Thermostatventile auf Stufe 5 einstellst, bleibt das Heizungssystem in einem funktionstüchtigen Zustand und du verhinderst, dass die Heizung im Winter unerwartet streikt.
Ein wenig Aufmerksamkeit im Sommer kann dir in der kalten Jahreszeit viel Zeit, Geld und Frustration sparen. Wenn es draußen heiß ist, ist es also klug, die Heizkörper auf volle Stärke zu drehen. So wird dein Heizsystem optimal auf die Frosttage vorbereitet.
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