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Normale Körpertemperatur, ab wann hat man Fieber?

by lucy
januari 12, 2026
in Gesundheit

Jahrelang galt ein Wert als unumstößlich. 37 Grad Celsius standen für eine normale Körpertemperatur. Ab 38 Grad sprach man von Fieber. Dieses einfache Schema prägt unser Denken bis heute.

Doch neue wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen ein anderes Bild. Die durchschnittliche Körpertemperatur des Menschen ist gesunken. Außerdem unterscheidet sie sich stärker von Person zu Person, als lange angenommen wurde.

Was bedeutet das für unsere Gesundheit? Ab wann hat man wirklich Fieber? Und warum ist es wichtig, die eigene Normaltemperatur zu kennen?

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Woher stammt der Wert von 37 Grad?

Der Ursprung liegt im 19. Jahrhundert. Der deutsche Arzt Carl Reinhold August Wunderlich veröffentlichte 1851 umfangreiche Messungen zur Körpertemperatur.

Auf Basis seiner Daten legte er 37 Grad Celsius als durchschnittliche Kerntemperatur eines gesunden Menschen fest. Diese Zahl wurde weltweit übernommen und jahrzehntelang gelehrt.

Allerdings waren die damaligen Messmethoden begrenzt. Thermometer waren ungenau und die Messbedingungen nicht standardisiert.

Moderne Forschung stellt alte Annahmen infrage

Forscher der Stanford University haben historische und moderne Temperaturdaten ausgewertet. Insgesamt wurden über 500.000 Messungen aus den Jahren 1860 bis 2017 analysiert.

Das Ergebnis war eindeutig. Die durchschnittliche Körpertemperatur ist im Laufe der Zeit gesunken. Und zwar kontinuierlich über mehrere Generationen hinweg.

Männer, die um das Jahr 2000 geboren wurden, haben im Schnitt eine um 0,59 Grad niedrigere Körpertemperatur als Männer aus dem frühen 19. Jahrhundert.

Unterschiede zwischen Männern und Frauen

Auch bei Frauen wurde ein Rückgang festgestellt. Hier beträgt die durchschnittliche Absenkung etwa 0,32 Grad Celsius.

Die ersten verlässlichen Messdaten von Frauen stammen allerdings erst ab dem Jahr 1890. Dennoch zeigt sich auch hier ein klarer Trend.

Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass 37 Grad heute nicht mehr als allgemeiner Normalwert gelten können.

Warum ist die Körpertemperatur gesunken?

Wissenschaftler diskutieren mehrere mögliche Ursachen. Eine wichtige Rolle spielt die verbesserte medizinische Versorgung.

Infektionen und chronische Entzündungen waren früher deutlich häufiger. Sie erhöhen dauerhaft die Körpertemperatur.

Heute sind viele Krankheiten behandelbar oder verschwunden. Dadurch ist das Immunsystem weniger permanent aktiviert.

Lebensstil und Umwelt spielen ebenfalls eine Rolle

Auch unser moderner Lebensstil beeinflusst die Körpertemperatur. Beheizte Wohnungen und klimatisierte Räume reduzieren den Energiebedarf zur Wärmeregulierung.

Der Körper muss weniger arbeiten, um warm zu bleiben. Das senkt langfristig die durchschnittliche Temperatur.

Zudem hat sich die körperliche Aktivität im Alltag verringert. Weniger Bewegung bedeutet weniger Wärmeproduktion.

Was ist heute eine normale Körpertemperatur?

Die wichtigste Erkenntnis lautet: Es gibt keinen festen Wert mehr, der für alle gilt. Die normale Körpertemperatur ist individuell.

Aktuelle Studien zeigen, dass der Durchschnitt heute eher bei 36,8 Grad liegt. Manche Untersuchungen nennen sogar Werte um 36,4 Grad.

Für viele Menschen ist eine Temperatur unter 37 Grad völlig normal und kein Zeichen von Krankheit.

Schwankungen im Tagesverlauf sind normal

Die Körpertemperatur verändert sich im Laufe des Tages. Morgens ist sie am niedrigsten, abends erreicht sie meist ihren Höchstwert.

Diese Schwankung kann bis zu 0,5 Grad betragen. Das ist physiologisch völlig normal.

Eine einzelne Messung sagt daher wenig aus. Entscheidend ist der Vergleich mit dem eigenen Normalwert.

Faktoren, die die Körpertemperatur beeinflussen

Viele Einflüsse wirken auf die Körpertemperatur. Alter, Geschlecht und Hormone spielen eine wichtige Rolle.

Auch das Aktivitätsniveau beeinflusst die Messung. Nach Bewegung ist die Temperatur oft erhöht.

Ebenso relevant sind Ernährung, Stress, Schlaf und bei Frauen der Menstruationszyklus.

Die Bedeutung der Messmethode

Nicht jede Messung liefert denselben Wert. Rektale Messungen gelten als am genauesten für die Kerntemperatur.

Messungen im Mund oder unter der Achsel liegen meist etwas niedriger. Auch Ohrthermometer können schwanken.

Wichtig ist, immer dieselbe Methode zu verwenden. Nur so lassen sich Werte sinnvoll vergleichen.

Durchschnittswerte im Wandel der Zeit

Im 19. Jahrhundert galten 37 Grad als Norm. 1992 wurde dieser Wert bereits auf 36,8 Grad korrigiert.

Neuere Daten bestätigen, dass dieser Wert realistischer ist. In einigen Bevölkerungsgruppen liegt der Durchschnitt sogar noch niedriger.

Medizinische Fachkreise diskutieren daher, ob bestehende Richtlinien angepasst werden sollten.

Normale Körpertemperatur nach Altersgruppen

Bei Babys und Kindern liegt die normale Körpertemperatur meist zwischen 36 und 37 Grad.

Erwachsene bewegen sich häufig im Bereich von 35 bis 37 Grad.

Bei älteren Menschen liegt die Normaltemperatur oft unter 37 Grad, teilweise deutlich darunter.

Warum ältere Menschen besonders aufmerksam sein sollten

Mit zunehmendem Alter verändert sich die Temperaturregulation. Der Körper reagiert langsamer auf Hitze und Kälte.

Ältere Menschen schwitzen weniger und verspüren seltener Durst. Auch die Durchblutung passt sich langsamer an.

Zudem sinkt der Wasseranteil im Körper. Während junge Erwachsene etwa 65 Prozent Wasser haben, sind es bei Älteren oft nur 50 Prozent.

Krankheit zeigt sich im Alter oft anders

Bei älteren Menschen kann eine Infektion ohne deutliches Fieber verlaufen. Die Temperatur steigt nur leicht oder gar nicht.

Trotzdem kann eine ernsthafte Erkrankung vorliegen. Deshalb sind andere Symptome besonders wichtig.

Dazu zählen plötzliche Müdigkeit, Verwirrtheit oder ein veränderter Appetit.

Kleine Temperaturänderungen ernst nehmen

Schon geringe Abweichungen von der persönlichen Normaltemperatur können ein Warnsignal sein.

Deshalb ist es sinnvoll, die eigene Normaltemperatur zu kennen. Am besten misst man sie mehrfach an gesunden Tagen.

Idealerweise immer zur gleichen Tageszeit und mit der gleichen Methode.

Ab wann spricht man heute von Fieber?

Traditionell galt 38 Grad als Grenze für Fieber. Dieser Wert wird zunehmend kritisch hinterfragt.

Wenn die Normaltemperatur bei 36,4 Grad liegt, kann bereits 37,5 Grad eine deutliche Erhöhung darstellen.

Besonders bei älteren Menschen sollte nicht nur auf die Zahl geschaut werden, sondern auf das Gesamtbefinden.

Das subjektive Empfinden zählt mit

Fieber ist mehr als eine Zahl. Frösteln, Schwäche, Schmerzen und Müdigkeit sind wichtige Hinweise.

Wer sich deutlich krank fühlt, sollte auch bei moderaten Temperaturen aufmerksam sein.

Das gilt besonders für Menschen mit chronischen Erkrankungen oder geschwächtem Immunsystem.

Sicherer Umgang mit Hitze und Kälte

Temperaturschwankungen belasten den Körper, vor allem im Alter. Bei Hitze ist ausreichendes Trinken entscheidend.

An heißen Tagen werden oft mindestens 2,5 Liter Flüssigkeit empfohlen. Wasser und ungesüßte Getränke sind ideal.

Auch regelmäßiges Messen der Körpertemperatur kann helfen, Veränderungen frühzeitig zu erkennen.

Die Bedeutung der Selbstbeobachtung

Die wichtigste Botschaft lautet: Kenne deinen Körper. Wer weiß, was für ihn normal ist, erkennt Abweichungen schneller.

Das gilt nicht nur für die Temperatur, sondern auch für Puls, Schlaf und allgemeines Wohlbefinden.

Gesundheit ist individuell. Pauschale Werte bieten nur Orientierung, keine absolute Sicherheit.

Fazit: 37 Grad ist kein Dogma mehr

Die Vorstellung einer festen Normaltemperatur ist überholt. Der menschliche Körper ist variabler, als lange angenommen.

Die durchschnittliche Körpertemperatur liegt heute niedriger und unterscheidet sich stark zwischen Individuen.

Besonders für Menschen über 60 ist Aufmerksamkeit wichtig. Kleine Veränderungen können große Bedeutung haben.

Wer seine eigene Normaltemperatur kennt und auf Körpersignale achtet, kann gesundheitliche Probleme früher erkennen.

Was denkst du über die neuen Erkenntnisse zur Körpertemperatur? Hinterlasse gerne einen Kommentar zu diesem Artikel auf Facebook.

Haftungsausschluss: Der Inhalt dieser Geschichte basiert auf öffentlich zugänglichen Informationen und wurde nicht auf sachliche Richtigkeit überprüft. Er ist zur Unterhaltung gedacht und sollte nicht als verlässliche Quelle für Fakten oder Nachrichten angesehen werden.
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